Alternativen sind nicht immer schlechter


PhotoFilter

Alternativen müssen nicht immer die schlechtere Wahl sein. Ich habe zum Beispiel ein Grafikbearbeitungsprogramm gebraucht, um die Fotos von meiner Digitalkamera nachzubearbeiten. Das erste was einem zur digitalen Bildbearbeitung einfällt ist wohl Adobe Photoshop, als zweites dann Corel und dann eventuell noch Paint Shop Pro. (Obwohl, davon hört man auch immer weniger. Gibt es die Firma überhaupt noch?) Aber was haben alle drei Lösungen gemeinsam? Sie sind kostenpflichtig (Was eigentlich nicht weiter schlimm ist und zu dem wohl auch das Preisleistungsverhältnis stimmt.) und sie sind einfach zu umfangreich, wenn man als Hobbyfotograf nur was sucht, um das Bild nachzuschärfen, den Bildausschnitt zu korrigieren und um die Helligkeit und den Kontrast anzupassen. Ok, ein paar kleine nette Effekte wären auch noch ganz schön. Und nach etwas längerem Suchen habe ich dann auch das passende für meine Bedürfnisse gefunden: PhotoFiltre.

PhotoFilter ist Freeware und von einem französischen Entwickler. Die Standardsprache ist Englisch, es gibt aber auch Sprachpakte für andere Sprachen, auch für Deutsch. Zudem wird es kontinuierlich weiterentwickelt und auf der Homepage ausführliche Tutorials. Dort kann man sich auch einen Eindruck über die Leistungsfähigkeit des Programmes verschaffen.

FoxitReader

Ein weiterer Problemfall war für mich schon immer der Adobe PDF-Reader zum betrachten von PDF-Dateien. Mit der Zeit wurde er immer größer (Wenn ich auch nie raus gefunden habe warum.) und schwerfälliger durch immer mehr zusätzliche Plugins, die die Welt nicht braucht. Die letzten Versionen haben dann zu allem Überfluss auch noch immer mit irgendwelchen Updatemeldungen usw. genervt. Hinzu kam, dass auf meinem System (Sowohl unter Windows 2000 als auch Windows XP) sich der Prozess nie beendet hat, wenn man ein PDF direkt aus dem Internet über den Browser geöffnet hatte, und somit Windows nie korrekt runterfahren konnte, weil immer erst noch dieser Prozess abgeschossen werden musste.

Durch Zufall bin ich dann in einem Forum auf den FoxitReader gestoßen.

Er ist klein, schlank, schnell und braucht wenig Ressourcen. Und das wichtigste, er kann auch nur das, was man von ihm erwartet: PDF-Dateien betrachten.

Ich habe also für meine Bedürfnisse in diesen beiden Fällen kostenlose und gute Alternativen zu der herkömmlichen Software gefunden. Man sieht also, nur weil man ein kommerzielles Betriebssystem nutzt, muss man nicht zwangsweise zum Raubkopierer werden. Und auch für ein kommerzielles Betriebssystem gibt es kostenlose Software, die den eigenen Bedürfnisse entsprechen kann. Man muss nur eben etwas intensiver suchen. Aber man kann selber zur Verbreitung solcher Software beitragen, in dem man für sie Werbung macht, in Foren, auf seiner Homepage, Bekanntem empfiehlt oder sie einfach mal vorschlägt, wenn nach Alternativen gefragt wird.

2010-12-29T23:44:52 +0100, mail+homepage[at]michael-puff.de