Über den Sinn und Unsinn von UML


Die Abkürzung UML steht für Unified Modelling Languag, was auf deutsch so viel heitß wie "vereinheitlichte Modellierungssparche". Es handelt sich dabei um eine standardisierte Sprache für die Modellierung von Software und anderen Systemen. Wobei die Sparche hier mehr aus Symbolen. wie Kästchen, Pfeilen und Linien besteht. Siehe dazu folgernde Grafik:

Das Diagramm stellt die Beziehung zweier Klassen zu einander dar. Genauso kann man damit auch die Beziehungen von Tabellen in einer Datenbank untereinander darstellen usw.gibt es aber wie so oft im Leben einen gravierenden Unterschied zwischen der Th. Wer näheres dazu erfahren will, der kann sich mal den zugehören Wikipedia Artikel durchlesen als Einstieg. Zum weiteren Verständnis reicht aber eigentlich mein kurzer Abriss vollkommen aus.

Nun gibt es aber, wie so oft im Leben, einen Unterschied zwischen Theorie und Praxis. In der Theorie sollte eine UML Diagramm den Ist-Zustand darstellen, so dass man sich mit einem Blick auf das UML Diagramm einen Überblick verschaffen können sollte, wie das System modelliert ist. Die Praxis sieht aber ganz anders aus und ich spreche das aus Erfahrung.

Ein UML Diagramm ist dazu gut eine Idee zu entwickeln und sie Kollegen darzulegen und Fehler und Verbesserungsvorschläge zu diskutieren. Zu mehr aber auch nicht! Wer meint UML Diagramme würden auch der Dokumentation dienen, hat wahrscheinlich noch nie in der Praxis damit gearbeitet. Ich habes es gerade wieder in der Praxis erlebt. Der Chef hatte eine Idee und hat entsprechend ein schönes UML Diagramm entworfen am Computer. Um es besser mit einem Kollegen durchsprechen zu können, hatte er es ausgedruckt. Dann hat er sich mit dem Kollegen zusammengesetzt und es mit ihm besprochen. Und in genau diesem Moment war es vorbei. Nach dem sie sich besprochen hatten, befanden sich schon unzählige Ergänzungen und Korrektueren mit Kuli, Filzstift und Bleistift auf dem Blattpapier. Dann habe ich es bekommen, um es umzusetzen. Und wie es nun mal so ist ind er Praxis haben sich dabei auch noch laufen Veränderungen ergeben. Letztendlich war das ursprüngliche UML Diagramm nach nicht mal zwei Stunden vollkommen veraltet und hatte mit der tatsächlichen Umsetzung nicht mehr viel gemeinsam, außer der Idee, die umgesetzt werden sollte. Jetzt könnte man natürlich im nachhinein das UML Diagramm der Umsetzung entsprechend anpassen, so dass es wieder übereinstimmt. Aber mal ehrlich, wer macht so was bzw. hat das mal erlebt? OK, wenn so was zum Kunden rausgeht, dann ja, aber bei einem firmeninteren Projekt? Dazu ist die Zeit viel zu kostbar und/oder man hat keine Lust und/oder man ist zu faul, weil man weiß, da guckt eh keiner rein, eben weil man davon ausgeht, dass sie veraltet ist.

Fazit: Um eine Idee zu entwickeln und um sie mit Kollegen durchzusprechen sind UML-Diagramme durchaus ein nützliches Hilfsmittel. Zu Dokumentationszwecken sind sie aber weniger geeignet, da sie aus oben genannten Gründen selten entsprechend gepflegt werden.


2010-12-29T23:44:56 +0100, mail+homepage[at]michael-puff.de